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	<title>Ruediger weblog &#187; firewall</title>
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		<title>Sch&#228;uble l&#228;sst Bundestrojaner weiterentwickeln</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Nov 2007 22:52:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ruediger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Security]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestrojaner]]></category>
		<category><![CDATA[firewall]]></category>

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		<description><![CDATA[&#160; Bundesinnenminister Wolfgang Sch&#228;uble hat den Entwicklungsstopp f&#252;r den heftig umstrittenen Bundestrojaner beim Bundeskriminalamt (BKA) wieder aufgehoben. Dies berichtet der Spiegel in seiner kommenden Ausgabe. Der CDU-Politiker treibt demnach sein Prestigeprojekt der heimlichen Online-Durchsuchung gegen alle Widerst&#228;nde weiter voran. [Quelle: Heise] Hmmm, sind &#34;Prestigeprojekte&#34; nicht diese Projekte, die immer um den Faktor 10 oder 100 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#160;</p>
<blockquote><p>Bundesinnenminister Wolfgang Sch&#228;uble hat den Entwicklungsstopp f&#252;r den heftig umstrittenen Bundestrojaner beim Bundeskriminalamt (BKA) wieder aufgehoben. Dies <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/0,1518,517946,00.html">berichtet</a> der <i>Spiegel</i> in seiner kommenden Ausgabe. Der CDU-Politiker treibt demnach sein Prestigeprojekt der heimlichen Online-Durchsuchung gegen alle Widerst&#228;nde weiter voran.</p>
<p>[Quelle: <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/99150">Heise</a>]</p>
</blockquote>
<p>Hmmm, sind &quot;Prestigeprojekte&quot; nicht diese Projekte, die immer um den Faktor 10 oder 100 teurer werden, als geplant? <img src='http://www.all-your-base.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Der Bundestrojaner (offiziell &quot;Remote Forensic Software&quot;). Ok, wie kann/soll er funktionieren? Grunds&#228;tzlich sind ja 2 M&#246;glichkeiten im Gespr&#228;ch: </p>
<ol>
<li>Vor-Ort-Auftauchen eines BKA-teams und implementieren eines, auf dieses System, zugeschnittenen Trojaners.</li>
<li>&quot;Online-Zugriff&quot; auf das System und &quot;Einschleusen&quot; einer Software.</li>
</ol>
<p>Punkt 1 hat ein paar Haken: Extremer Aufwand, geringe Abdeckung (wenige &#220;berwachungen), Unauff&#228;llige Installation ist schwierig und, wie ich finde, einer der wichtigsten Punkte: schon die Installation eines solchen tools ver&#228;ndert das zu &#252;berwachende System, daher sind die Ergebnisse zumindest anzuzweifeln (Andreas Pfitzmann, Informatikprofessor an der Technischen Universit&#228;t Dresden). </p>
<p>Diese Methode f&#228;llt meiner Meinung nach fast schon weg, da der zeitliche, personelle und finanzielle Aufwand f&#252;r eine &#220;berwachung im Gro&#223;en Stil definitiv zu gro&#223; w&#228;re. </p>
<p>Ok, kommen wir zu Weg 2: Einschleusen einer Software, die, mindestens in eingeschr&#228;nktem Ma&#223;e, Daten mitloggt. Dass solch ein &quot;Einschleusen&quot; grunds&#228;tzlich funktioniert, sieht man an der Anzahl der aktuell im Umlauf befindlichen Trojaner. Allerdings, funktioniert es da, wo es funktionieren soll? Dass sich Hausfrau Lieschen M&#252;ller, die 30 Minuten die Woche am PC verbringt, diesen Trojaner einfangen kann, weil sie in der falschen Mail den Anhang &#246;ffnet, oder der 15-j&#228;hrige Bob, der st&#228;ndig unbedarft auf Pornoseiten surft, ist ja einleuchtend. Aber: trifft das auch auf die Personen zu, die wirklich etwas zu verbergen haben (und ich rede jetzt mal nicht von 2 geklauten .mp3s)? In Diskussion war auch das Einschleusen der Software &#252;ber die vorhandenen &#220;berwachungsschnittstellen bei den Providern (quasi eine klassische Man-in-the-middle-Attacke). Selbst wenn sich jemand solch einen Trojaner eingefangen hat, gibt es immer noch einige Variablen, die hier &quot;Probleme&quot; machen k&#246;nnten, wie z. B. Betriebssystem (Windows, Linux, Mac, BSD, &#8230;) Personal Firewall, Hardwarefirewall (z. B. auf dem Router), Benutzerkontext (arbeitet derjenige als Administrator/root oder als extrem eingeschr&#228;nkter Benutzer), Benutzung von Virtuellen Maschinen, usw. Des weiteren, um vor Gericht vern&#252;nftig verwertbar zu sein, m&#252;ssten die gewonnenen Ergebnisse auf sehr sicherer Weise gespeichert/&#252;bertragen werden und alles m&#252;sste sehr nachvollziehbar sein. </p>
<p>Ich bezweifle, dass sich die Politiker im klaren dar&#252;ber sind, was f&#252;r H&#252;rden hier im Wege liegen, wie l&#252;ckenhaft diese Art der &#220;berwachung ist und was alles dagegen unternommen werden kann. Ein Gro&#223;teil der Antiviren-Hersteller hat angek&#252;ndigt, einen eventuellen &quot;Bundentrojaner&quot; als Schadsoftware zu erkennen, und diesem keinen Freischein zu geben. Es ist halt nicht immer alles so einfach, wie man es gerne h&#228;tte. Und ein einfaches &quot;Wir schreiben jetzt eine remote-&#220;berwachungssoftware&quot; gen&#252;gt nicht, es muss erst noch durchgef&#252;hrt werden. </p>
<p>Bei all dem Hype und der Panikmache um den &quot;Bundestrojaner&quot; (und all der Abneigung dagegen und der notwendigen Vorsicht), bin ich momentan der Meinung, dass so ein Tool nicht gegen ernsthaft gef&#228;hrliche und ausreichend bewanderte Personen helfen wird- wenn man wei&#223; wie, sind die Abwehrm&#246;glichkeiten (z. B: die die F&#228;higkeiten einer modernen Hardwarefirewall oder eines Proxies) ziemlich umfangreich. </p>
<p>Ich lasse mich hier aber gerne auch auf Diskussionen ein.</p>

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