CPU Load bei Unix/Windows
Ich hatte heute eine interessante Diskussion: Es ging um das Anzeigen der Auslastung einer UNIX/LINUX-Maschine. Unter Windows kann ich mir die CPU-Load im Taskmanager ansehen, was auch der gängigste Weg für so etwas ist. Genau das ist der springende Punkt: Unter *IX besteht der gängige Weg in der Anzeige der Auslastung mit dem Kommando “uptime”. “uptime” gibt die Anzahl der momentan lauffähigen Prozesse aus, und zwar in einem 1-minütigen, 5-minütigen- und 15-minütigen Durchschnitt. Uptime ist eine sehr mächtige Aussage. Sicherlich kann ich per “top”, “iostat” oder diverser anderer Kommandos die prozentuale CPU-Last anzeigen lassen, aber, so geht es mir jedenfalls, wenn ich mich auf einer Maschine einlogge und auf die schnelle wissen möchte, was die Maschine so macht, verwende ich “uptime”.
Dazu kommt noch, dass ich mit einem Kommando sogar einen gewissen Trend über die letzten paar Minuten erkennen kann.
Beim folgenden uptime-Kommande lässt sich folgende erkennen:
10:47am up 27 day(s), 50 mins, 1 user, load average: 0.18, 0.26, 0.50
- In der letzten Minute waren im Schnitt 0,18 Prozesse lauffähig
- In den letzten 5 Minuten waren im Schnitt 0,26 Prozesse lauffähig
- In den letzten 15 Minuten waren im Schnitt 0,5 Prozesse lauffähig
Aus diese Zahlen lässt sich grundsätzlich schliessen:
- Die Maschine arbeitet definitiv nicht an Ihren Grenzen
- Die Last hat die letzten 15 Minuten abgenommen
Natürlich hat diese Art der Anzeige einige … Probleme:
- Wenn nicht bekannt ist, wiviel CPUs eine Maschine hat, ist nur eine
relative Aussage möglich, z. B: bei einem load-Wert von 4, 5,7. Eine
Maschine mit 2 CPUs ist überlastet, da mehr Prozesse laufen können,
wenn ressourcen da wären. Eine Maschine mit 8 CPUs würde sehr gut
ausgelastet sein. - Es bezieht nur die Anzahl der lauffähigen Prozesse ein. Wichtig sind
aber auch IOs auf die lokalen Platten/SAN, Grösse der Prozesse, …
Fazit für mich ist: Ich werde auch zukünftig “uptime” verwenden, um mir einen groben Überblick über das System zu verschaffen. Wenn es aber zu System-Monitoring kommt, ist wohl “top”, “w” und “iostat” die bessere Wahl.






1 Kommentar fuer “CPU Load bei Unix/Windows”
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